Etwa zwei Wochen später kehre ich erneut für einige Stunden an den See zurück. Diesmal möchte ich eine andere Stelle befischen. Hier kann ich bequem in etwa 20-30 Metern meine Ruten platzieren. Somit  bin ich in der Lage, problemlos Pellets bei zu füttern. Gerade bei Kurzsessions vertraue ich gerne auf Pellets als Beifutter. Hakenköder stellt dann ein Hookbait Pellet „Halibut“ dar. Natürlich möchte ich hierbei aber nicht auf die phänomenale Wirkung eines Neon Pop up verzichten. Und so ziehe ich jeweils einen „White“ und „Pink“ Neon mit auf das Haar. Die Bleie an beiden Ruten ummantele ich zusätzlich mit einer dicken Schicht „Pellet Paste“ von Pelzer. Dies erhöht die Lockwirkung der Montage um ein vielfaches, und das mit minimalen Aufwand. Außer einigen „Schaufeln“ Pellets in unterschiedlicher Größe findet kein weiteres Futter den Weg in das Wasser. Gegen 9 Uhr dann der erste Biss an der rechten Rute. Nach schwacher Gegenwehr landet ein doch überraschend großer Karpfen im Kescher. Wieder ein perfekter Auftakt. Die nächsten Stunden vergehen dann ohne Aktion. Am Nachmittag jedoch erneut ein Biss auf der gleichen Rute. Diesmal ist der Widerstand des Fisches erheblich größer, der Fisch jedoch um einiges kleiner. Soviel zu dem Thema, wenn mir mal wieder jemand erzählt,er hätte „einen Großen“ verloren ...

Zur Mittagszeit erfolg der erste Biss: ein Fallbiss auf die linke Rute. Nach kurzem, harten Drill landet ein schöner Zeilkarpfen auf der Matte. Kein Riese, aber ein toller Start in die Saison. Doch es kommt noch besser: Bis zum Sonnenuntergang fange ich zwei weitere, schöne Spiegelkarpfen, die beweisen, dass meine Taktik voll aufgegangen ist.

Bis zur Dämmerung tut sich danach dann aber nichts mehr, und ich fahre zufrieden nach Hause. 5 Karpfen in 2 kurzen Wintersessions sind ein toller Start für mich.

Alle Fische konnte ich mit einem 4er Pelzer Player Classic Hook fangen. Als Vorfach diente „Shark Skin“ bzw. das 0,52 mm Flourcarbon Vorfach.